Zoiglbier und tolle Musikanten in Falkenberg und Mitterteich
Der dritte Oberpfälzer Zoigltag bringt die Bierliebhaber aus der Region zusammen.
Zahlreiche Besucher genießen beim Zoigltag ein kühles Gebräu, Leckereien nach Hausfrauenart und musikalische Begleitung - Gemütlichkeit pur.

Bild "Berichte:Zoigl02.jpeg"Zoigl ist Kulturgut, dies zeigte sich am Sonntag beim dritten Oberpfälzer Zoigltag, der in Mitterteich, Falkenberg, Eslarn, Neuhaus und Windischeschenbach stattfand. Wir haben uns in den beiden Stiftländer Zoiglhochburgen Mitterteich und Falkenberg umgeschaut und dabei so manch Überraschendes erlebt. In Falkenberg zum Beispiel, beim „Hafnerkarl", machte es sich Schwester Rita-Maria Süß gemütlich und genoss mit ihren Geschwistern und den Familien das Zoiglbier. Die gebürtige Gumpenerin ist Generaloberin der Kongregation der Ritaschwestern in Würzburg und derzeit auf Heimaturlaub. Erst kürzlich wurde sie mit dem Bayerischen Verdienstorden durch Ministerpräsident Markus Söder ausgezeichnet.

In Mitterteich ging die Post schon am Vormittag ab. In den beiden Zoiglstuben Oppl und Lugert wurde mit dem Frühschoppen gestartet, dem sich ein deftiges Mittagessen anschloss. Neben Schweinebraten, Schäufele mit Knödel, wurde auch Pferdegulasch und Schaschlik serviert. Nicht fehlen durfte am Nachmittag Kaffee und Kuchen, dazu spielten beim Oppl die „Wirtshaus-Musikanten" und beim Lugert die „Drei Scheinheiligen" auf.
                                                        
Viele Auswärtige

Bild "Berichte:Zoigl03.jpeg"Beide Zoiglstuben freuten sich über viele Gäste, darunter auch viele von auswärts, die die Busverbindung zu den fünf Zoiglorten nutzten. Geöffnet hatte in Mitterteich auch das Kommunbrauhaus, wo es spannende Führungen durch den Historischen Arbeitskreis gab. Dort spielte am Nachmittag das Duo „Daniel und Max" auf.

In Falkenberg hatten die beiden Zoiglstuben „Hafnerkarl" und „Kramer Wolf" geöffnet. In beiden Locations gab es musikalische Umrahmung, mit der „Falkenberger Karpfenmusik" und den „Heusterz-Musikanten". Beim „Hafnerkarl" nutzten viele Gäste die Möglichkeit draußen zu sitzen und genossen dort das einmalige Flair einer Zoiglwirtschaft. Klar, dass beide Wirtschaften für das leibliche Wohl bestens gesorgt hatten. Neben Brotzeiten, gab es auch Kuchen und die legendären Käichla. Stark nachfragt waren im Falkenberger Kommunbrauhaus die Führungen, wo im Detail die Zoiglherstellung erklärt wurde. Geöffnet hatte auch die Burg und der Biergarten im Burghof, dort gab es sogar ein eigenes Kinderprogramm und das Burggespenst trieb sich herum.

Wildgulasch und Makrele

Der Wirt vom „Hafnerkarl", Sebastian Vogel, zeigte sich auf Nachfrage mit dem Besuch sehr zufrieden. Schon zur Mittagszeit war seine Gaststube gut besucht. Der Renner waren das Wildgulasch, der Wirt geht selber auf die Jagd, sowie gegrillte Makrelen. Zu Gast im Biergarten war auch eine reine Frauengruppe aus Püchersreuth und Ilsenbach, die einmal ohne ihre Männer auf Zoigl-Wallfahrt gehen wollten, wie sie selber sagten. Auch sie genossen den Nachmittag. Der „Hafnerkarl" ist eine noch junge Zoiglstube und hat erst vor zwei Jahren geöffnet. Wolfgang Fischer von der Zoiglstube „Kramer-Wolf" stand selber mit in der Küche und am Zapfhahn, auch er zeigte sich mit der Resonanz des Zoigltages sehr zufrieden.

Text: DER NEUE TAG
Bilder: Rainer Gottas


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